Systemische Ressourcenarbeit – Stärken sichtbar machen und nutzen
Du bist mehr als dein Problem
Wenn Ressourcen gerade dann nicht verfügbar sind, wenn man sie braucht
Kennst du das Gefühl, dass du eigentlich weißt, was dir guttut – aber gerade jetzt keinen Zugriff darauf hast?
Dass du schon stärkere Phasen erlebt hast, aber aktuell deine Kraft, Klarheit oder Motivation wie weggeblasen scheint?
Das ist kein Versagen. Es ist menschlich.
Gerade in Krisen, unter Stress oder bei innerer Erschöpfung scheint der Zugang zu dem, was uns trägt, oft wie verschüttet. Genau dann, wenn wir unsere Ressourcen am dringendsten brauchen, scheinen sie nicht mehr erreichbar zu sein.
Aber sie sind nicht weg – sie sind nur verdeckt:
von Druck, innerer Anspannung, Selbstzweifeln oder alten Schutzmechanismen.
Systemisches Coaching hilft, diesen Zugang wiederzufinden.
Der Blickwechsel: vom Defizit zur Möglichkeit
In unserer Kultur – und oft auch in der Selbstwahrnehmung – sind wir geübt darin, auf das zu schauen, was nicht funktioniert:
- Wo wir nicht gut genug sind
- Was wir noch lernen müssen
- Wo wir anderen (und uns selbst) nicht gerecht werden
Doch echte Veränderung entsteht nicht, wenn wir uns weiter optimieren.
Sie entsteht, wenn wir beginnen, auf das zu schauen, was bereits in uns liegt:
unsere Stärken, unsere Erfahrungen, unsere Haltung, unsere Widerstandskraft.
Systemische Ressourcenarbeit setzt genau dort an:
Sie fragt nicht: „Was fehlt?“, sondern:
👉 „Was ist schon da – und wie kannst du es (wieder) nutzen?“
Systemisches Coaching als Zugang zu vorhandener innerer Kraft
Im systemischen Coaching geht es nicht darum, Lösungen „von außen“ zu liefern. Es geht darum, dich wieder mit dem zu verbinden, was in dir längst angelegt ist: deine Ressourcen.
Dabei verstehen wir Ressourcen nicht nur als Fähigkeiten oder Kompetenzen, sondern als:
- innere Haltungen,
- erlebte Erfahrungen,
- tragende Beziehungen,
- kleine Rituale,
- mutige Entscheidungen,
- persönliche Werte,
- oder einfach das Wissen: „Ich habe schon einmal etwas Schwieriges geschafft.“
Systemische Ressourcenarbeit ist kein „Stärken-Coaching“, sondern ein Erinnerungsprozess: an deine Wirksamkeit, deine Einzigartigkeit, deine Kraft.
Dieser Beitrag zeigt dir:
- Was Ressourcen im systemischen Sinne wirklich sind,
- Warum wir oft den Zugang zu ihnen verlieren – und wie wir ihn wiederfinden,
- Und wie systemisches Coaching dich dabei unterstützt, dich mit deinen Kraftquellen zu verbinden, auch (und gerade) in herausfordernden Zeiten.
Was sind Ressourcen im systemischen Sinne?
Ressourcen sind in der systemischen Arbeit nicht einfach „Stärken“ im klassischen Sinn. Sie sind vielschichtige, individuelle Kraftquellen, die uns in schwierigen Phasen tragen, Handlungsfähigkeit ermöglichen und unsere Verbindung zu uns selbst stärken.
Abgrenzung zu klassischen Kompetenzbegriffen
Wenn wir über Ressourcen sprechen, denken viele zuerst an:
- fachliche Kompetenzen („Ich kann gut organisieren“)
- soziale Fähigkeiten („Ich bin teamfähig“)
- Persönlichkeitsmerkmale („Ich bin belastbar“)
Das sind wertvolle Eigenschaften – aber systemische Ressourcenarbeit geht tiefer.
Es geht nicht um messbare Leistung oder verwertbare Qualitäten, sondern um das, was in der Tiefe Verbindung, Stabilität und Entwicklung ermöglicht – oft jenseits von Lebenslauf und Leistungsnachweis.
Systemische Ressourcen sind:
- biografisch gewachsen,
- emotional verankert,
- oft leise und unauffällig – aber tief wirksam.
Ressourcen als systemisch-vielfältige Kraftquellen
Systemische Ressourcen können sehr unterschiedlich aussehen – sie sind so individuell wie die Menschen selbst.
Sie können sein:
- Innere Ressourcen
wie Mut, Humor, Mitgefühl, Kreativität, Intuition, Hoffnung - Äußere Ressourcen
wie Menschen, die uns unterstützen, vertraute Orte, Rituale, Strukturen - Biografische Ressourcen
wie gemeisterte Herausforderungen, prägende Erfahrungen, Wendepunkte - Symbolische Ressourcen
wie ein Foto, ein Lied, ein Satz, ein inneres Bild, das uns stärkt
Das Besondere: Ressourcen sind oft bereits da – wir haben nur verlernt, auf sie zuzugreifen.
Systemisches Coaching hilft dabei, diese Kraftquellen wiederzuentdecken und bewusst einzuladen.
Ressourcen als tragende Elemente in Beziehungen, Rollen und Biografie
Ressourcen zeigen sich nicht nur in „uns selbst“, sondern im Zusammenspiel mit dem System, in dem wir leben.
Zum Beispiel:
- In einer Beziehung, die uns Rückhalt gibt
- In einer Rolle, die uns mit Sinn erfüllt
- In einer Erinnerung, die uns sagt: „Ich habe das schon einmal geschafft.“
- In einem Satz, den uns jemand gesagt hat – und der uns nie verlassen hat
In der systemischen Arbeit gilt:
➡️ Ressourcen sind nicht immer aktiv – aber sie sind verfügbar, wenn sie wieder in Beziehung gebracht werden.
Coaching schafft diesen Raum: um Verbindungen zu erneuern, Erfahrungen zu würdigen und verborgene Kraftquellen wieder lebendig zu machen.
Warum der Zugang zu Ressourcen oft blockiert ist
Die meisten Menschen tragen viele Ressourcen in sich – aber nicht alle haben jederzeit Zugriff darauf.
Im Coaching zeigt sich oft:
➡️ Es liegt nicht daran, dass keine Kraftquellen vorhanden wären, sondern daran, dass sie überlagert, vergessen oder innerlich blockiert sind.
Sozialisierung und Leistungsideale als „Ressourcen-Verdränger“
Wir wachsen in einer Kultur auf, die Leistung, Effizienz und Vergleichbarkeit belohnt.
Von klein auf lernen wir:
- „Streng dich an.“
- „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“
- „Nur wer stark ist, zählt.“
Diese gesellschaftlichen Leitbilder fördern Zielorientierung – aber sie verdrängen oft alles, was weich, leise oder emotional ist.
Viele Ressourcen – wie Intuition, Selbstfürsorge, Spieltrieb oder Verletzlichkeit – geraten dadurch an den Rand des Selbstbildes.
Im Erwachsenenleben führt das zu einer inneren Schieflage:
- Fokus auf To-dos statt auf Bedürfnisse
- Funktionieren statt Spüren
- Optimieren statt Vertrauen
Systemisches Coaching setzt hier an: mit einem neuen Blick auf das, was du nicht gelernt hast zu sehen – aber schon immer in dir trägst.
Der Einfluss innerer Kritiker und alter Glaubenssätze
Ein häufiger Grund, warum Ressourcen unzugänglich sind: innere Stimmen, die sie kleinreden oder verbieten.
Typische innere Glaubenssätze:
- „Ich darf nicht weich sein.“
- „Ich muss es alleine schaffen.“
- „Ich bin nicht kreativ / mutig / stark genug.“
- „Ich kann mich auf niemanden verlassen – auch nicht auf mich selbst.“
Diese Überzeugungen sind oft nicht selbst gewählt, sondern entstanden aus früheren Erfahrungen, Überforderung, Grenzverletzung oder Rollenprägungen.
Sie wirken wie innere Blockierer, die den Zugang zu den eigenen Stärken verschließen.
Im Coaching werden diese Stimmen nicht bekämpft – sondern gehört, verstanden und neu verhandelt.
Denn hinter dem Kritiker steht oft ein früherer Schutzmechanismus, der sich überlebt hat.
Die Rolle von Erschöpfung, Trauma und Selbstentfremdung
Wenn wir über längere Zeit in einem Zustand von Daueranspannung, Überforderung oder Nicht-Verbundenheit leben, kann es passieren, dass wir den Zugang zu uns selbst verlieren.
Das zeigt sich dann so:
- „Ich weiß gar nicht mehr, was mir guttut.“
- „Ich funktioniere nur noch.“
- „Ich fühle mich fremd in meinem eigenen Leben.“
Erschöpfung, alte Verletzungen oder traumatische Erfahrungen können dazu führen, dass Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge abreißen.
Die Ressource ist noch da – aber die Verbindung fehlt.
Systemisches Coaching schafft sicheren Raum für Re-Kontakt, ohne zu überfordern. Schritt für Schritt wird das innere System wieder spürbar, differenzierbar und zugänglich.
Fazit dieses Abschnitts:
Ressourcen gehen nicht verloren – sie werden nur verdeckt.
Coaching hilft dabei, die inneren Zugänge wieder freizulegen, in Beziehung zu bringen – und daraus neue Kraft zu schöpfen.
Wie systemisches Coaching Ressourcen sichtbar macht
Systemisches Coaching ist kein Training zur Leistungssteigerung – es ist ein Raum für Erinnerung, Rückverbindung und neue Ausrichtung. Ressourcenarbeit bedeutet:
➡️ Nicht mehr suchen, was fehlt,
➡️ sondern erkennen, was längst da ist – aber noch nicht im Licht steht.
Systemische Fragen, die Ressourcen ins Licht holen
Systemische Fragen sind keine Anleitungen zur Lösung, sondern Einladungen zum inneren Kontakt. Sie lenken den Blick nicht auf das Defizit, sondern auf das, was schon einmal da war, was wirkt, was trägt.
Beispiele für ressourcenaktivierende Fragen:
- „Wann war es schon einmal ein kleines Stück besser?“
- „Worauf konntest du dich in schwierigen Situationen bisher verlassen?“
- „Welche Stärke hast du vielleicht selbst unterschätzt?“
- „Wenn jemand, der dich gut kennt, deine Ressourcen beschreiben würde – was würde er sagen?“
Diese Fragen holen oft leise, übersehene Erfahrungen ins Bewusstsein – und machen sie wieder spürbar und greifbar.
Methoden: Aufstellungen, Symbolarbeit, inneres Team
Neben Fragen nutzt systemisches Coaching erlebnisorientierte Methoden, um Ressourcen nicht nur zu benennen, sondern zu verkörpern und zu integrieren.
- Aufstellungen: Ressourcen werden als Platz im Raum, Figur oder Rolle dargestellt. So wird erlebbar, wie nah oder fern eine Kraftquelle gerade ist – und wie sie aktiviert werden kann.
- Symbolarbeit: Ein Stein, ein Bild, ein Gegenstand aus dem Alltag wird als Symbol für eine Ressource gewählt. Das schafft emotionale Verbindung und erinnert im Alltag an die innere Kraft.
- Arbeit mit dem inneren Team: Der ressourcenreiche Anteil (z. B. die Mutige, der Gelassene, das kreative Kind) wird aktiviert, gestärkt und in den Dialog mit anderen inneren Stimmen gebracht.
Diese Methoden wirken oft tiefer als Worte – weil sie ganzheitlich erfahrbar sind.
Ressourcenintegration im Alltag und in aktuellen Themenfeldern
Erkennen allein genügt nicht – Ressourcen wollen gelebt werden.
Im Coaching wird daher immer auch gefragt:
- „Wie kannst du diese Kraft konkret in deinen Alltag holen?“
- „Was brauchst du, um dich an deine Ressource zu erinnern – gerade dann, wenn du sie brauchst?“
- „Wie passt diese Ressource in deine aktuelle berufliche, private oder emotionale Situation?“
Beispiele für Integration:
- Ein tägliches Mini-Ritual zur Rückverbindung (z. B. 3 Minuten Atem und Erinnerung an eine Stärke)
- Ein Foto, Symbol oder Satz als Anker im Arbeitsumfeld
- Eine bewusste Entscheidung: „Heute höre ich zuerst auf meine innere Stimme – nicht auf meinen Antreiber.“
Coaching begleitet nicht nur beim Aufdecken von Ressourcen – sondern vor allem bei der Verankerung im echten Leben.
Arten von Ressourcen im Coaching-Kontext
Ressourcen sind vielfältig – und oft überraschend individuell. Systemisches Coaching lädt dazu ein, den Begriff breiter und tiefer zu fassen, als wir es gewohnt sind. Nicht nur das, was du „gut kannst“, ist eine Ressource. Sondern auch das, was dich stärkt, berührt, trägt oder zurück in Verbindung bringt – mit dir selbst und deiner Welt.
Innere Ressourcen: Mut, Resilienz, Humor, Intuition
Innere Ressourcen sind Anteile, Haltungen oder Fähigkeiten, die in dir wirken – manchmal bewusst, oft unbewusst. Sie sind nicht messbar, aber spürbar, besonders in schwierigen Momenten.
Beispiele:
- Mut: trotz Angst einen Schritt wagen
- Resilienz: nach Krisen wieder aufstehen
- Humor: auch in ernsten Situationen das Leichte finden
- Intuition: spüren, was richtig ist – auch ohne klare Begründung
- Selbstmitgefühl: sich selbst mit derselben Freundlichkeit begegnen wie anderen
Im Coaching geht es darum, diese inneren Ressourcen wahrzunehmen, anzuerkennen und zu aktivieren – nicht als Superkräfte, sondern als vertraute Begleiter.
Äußere Ressourcen: unterstützende Menschen, Umfelder, Rituale
Nicht alles, was stärkt, muss aus dir selbst kommen. Viele Ressourcen finden wir im Außen – in Beziehungen, Orten, Strukturen.
Beispiele:
- Unterstützende Menschen: Freund:innen, Kolleg:innen, Mentor:innen, Partner:innen
- Stabile Umfelder: ein Arbeitsplatz, an dem du dich entfalten kannst; ein Zuhause, das dir Sicherheit gibt
- Wiederkehrende Rituale: der tägliche Spaziergang, die Tasse Tee am Morgen, das Abschalten am Feierabend
Systemisches Coaching fragt auch:
👉 „Was steht dir zur Verfügung – und was nutzt du (noch) nicht genug?“
Denn oft liegt eine Ressource nicht im „Mehr“, sondern im bewussten Wieder-Zugriff.
5.3 Biografische Ressourcen: Was habe ich schon geschafft?
Deine Vergangenheit ist nicht nur Erinnerung – sie ist eine Quelle von Kraft.
In systemischer Ressourcenarbeit wird der Blick bewusst auf Erfahrungen gelenkt, die zeigen:
➡️ „Ich konnte schon einmal mit etwas Schwerem umgehen.“
Beispiele:
- Eine überwundene Krise
- Ein Wendepunkt, den du aktiv gestaltet hast
- Ein Moment, in dem du über dich hinausgewachsen bist
- Eine Entscheidung, die Mut gebraucht hat
Diese biografischen Ressourcen sind oft vergessen – nicht, weil sie unwichtig waren, sondern weil sie selbstverständlich wurden.
Coaching bringt sie zurück ins Bewusstsein – nicht nostalgisch, sondern als aktive Kraft im Jetzt.
Symbolische Ressourcen: Bilder, Musik, Worte, Erinnerungsanker
Manche Ressourcen sind nicht rational, sondern emotional verankert – in Symbolen, Bildern oder Klang.
Beispiele:
- Ein Foto, das dich mit deiner Lebendigkeit verbindet
- Ein Song, der dich stärkt, wenn du zweifelst
- Ein Satz, den dir jemand gesagt hat – und der geblieben ist
- Ein Gegenstand, der dich an etwas erinnert, das du bewältigt hast
Diese Anker-Ressourcen sind besonders hilfreich, wenn Worte fehlen.
Sie wirken direkt – über Emotion, Körper und Erinnerung.
Systemisches Coaching nutzt diese symbolischen Ressourcen gezielt:
👉 „Was gibt dir Kraft, ohne dass du es erklären kannst?“
Fazit dieses Abschnitts:
Ressourcen sind nicht laut. Sie sind nicht immer sichtbar. Aber sie sind da.
Und manchmal reicht ein Moment der Verbindung – und du erinnerst dich wieder, wer du bist.
Übung zur Ressourcenaktivierung: Deine persönliche Kraftquelle finden
Diese Übung hilft dir, wieder in Kontakt mit deinen Ressourcen zu kommen – besonders in Momenten, in denen du dich schwach, erschöpft oder innerlich leer fühlst.
Du brauchst dafür nur etwas Ruhe, einen Stift und Offenheit für das, was sich zeigen will.
Anleitung zur Selbstreflexion in 5 Schritten
Schritt 1: Nimm dir bewusst Zeit
Finde einen stillen Ort. Atme ein paar Minuten ruhig. Erlaube dir, nicht „funktionieren“ zu müssen.
Schritt 2: Denke an eine Zeit, in der du dich stark, klar oder lebendig gefühlt hast
Vielleicht war es eine kleine Situation – kein „großer“ Erfolg, sondern ein Moment von Präsenz, Mut oder Verbindung.
Schritt 3: Gehe in die Erinnerung hinein
Was hast du gesehen, gespürt, getan?
Wer war da? Was hat dich gestärkt?
Schritt 4: Suche das Wesentliche in diesem Moment
War es deine Entschlossenheit? Deine Ruhe? Der Mensch an deiner Seite? Ein Gedanke? Ein Symbol?
Schritt 5: Gib dieser Kraft einen Namen oder ein Bild
Vielleicht ist es ein Tier, ein Ort, ein Satz, eine Farbe.
Lass es konkret werden – greifbar, erinnerbar.
Impulsfragen zur Identifikation eigener Ressourcen
Wenn du dir schwer tust, etwas zu finden, helfen dir diese Fragen:
- Wann hast du dich zuletzt als handlungsfähig erlebt – und was hat dazu beigetragen?
- Worauf bist du in deinem Leben heute stolz – auch wenn es andere nie bemerkt haben?
- Was hat dir in der Vergangenheit geholfen, schwierige Situationen zu überstehen?
- Wer oder was stärkt dich – ohne dass du dich erklären musst?
- Welche Erinnerung schenkt dir innerlich Wärme oder Stärke?
Es geht nicht um „richtige Antworten“, sondern um Resonanz.
➡️ Wo spürst du ein kleines Leuchten? – Das ist deine Ressource.
Integration in den Alltag: Wie bleibe ich verbunden?
Erkennen ist gut – verankern ist entscheidend.
Damit deine Ressourcen dich im Alltag begleiten können, braucht es kleine Brücken zwischen dem Moment der Klarheit und deinem täglichen Leben.
Konkret kannst du:
- Ein Symbol (Foto, Gegenstand, Satz) sichtbar in deinem Alltag platzieren
- Einen kurzen Tagesimpuls formulieren: „Heute erinnere ich mich an meine Klarheit.“
- Eine kleine Ritualfrage einführen: „Was würde meine Kraftquelle jetzt tun?“
- Einen festen wöchentlichen Check-in machen: „Wie bin ich mit meiner Ressource verbunden?“
💡 Erinnere dich daran: Du musst nicht erst „besser werden“, um Kraft zu haben.
Die Kraft ist schon da. Du darfst dich nur wieder mit ihr verbinden.
Fazit: Die Lösung ist oft schon da – du darfst sie nur wieder spüren
Ressourcenarbeit als Rückverbindung mit der eigenen Wirksamkeit
Systemische Ressourcenarbeit ist kein „positives Denken“ und auch keine Methode, um sich künstlich stark zu machen.
Es geht vielmehr darum, dich mit dem zu verbinden, was dich bereits trägt – auch wenn du es gerade nicht mehr spürst.
Deine Kraft liegt nicht in perfekten Entscheidungen oder kontrolliertem Verhalten. Sie liegt in deiner Fähigkeit, dich selbst zu erinnern:
- an deine innere Stärke,
- an deine bisherigen Erfahrungen,
- an das, was dich lebendig macht.
Ressourcenarbeit ist Rückverbindung. Sie bringt dich zurück zu deiner Selbstwirksamkeit, also zu dem Gefühl:
➡️ „Ich bin nicht ohnmächtig. Ich habe Einfluss. Ich kann gestalten.“
Gerade in schwierigen Lebensphasen ist das nicht nur hilfreich – es ist heilsam.
Coaching als Raum für Entfaltung statt Selbstoptimierung
In einer Welt, in der ständig verlangt wird, „mehr aus sich zu machen“, ist systemisches Coaching ein Gegenangebot:
Kein Leistungsraum – sondern ein Wachstumsraum.
Es geht nicht darum, dich zu verbessern, sondern dich wieder ganz zu spüren.
Nicht darum, Schwächen zu eliminieren, sondern Stärken wiederzuentdecken.
Nicht um Kontrolle, sondern um bewusste Verbindung.
Systemisches Coaching fragt nicht: „Wie wirst du besser?“
Sondern: „Was darf wieder wirken, was schon in dir angelegt ist?“
Wenn du bereit bist, dich nicht nur auf deine Probleme zu konzentrieren, sondern auf deine Möglichkeiten – dann ist Ressourcenarbeit der Weg zurück zu dir.
Möchtest du deine Ressourcen wieder spüren?
Einladung zum Gespräch
Vielleicht hast du beim Lesen gespürt:
Da ist etwas in mir – aber ich habe lange nicht mehr darauf zugegriffen.
Vielleicht wünschst du dir mehr Verbindung zu deiner Kraft, mehr Vertrauen in dich, mehr Raum für das, was dich wirklich trägt.
Wenn du wieder mit deinen Ressourcen in Kontakt kommen möchtest – jenseits von Druck, Erwartungen oder Selbstoptimierung – dann lade ich dich herzlich ein:
👉 Lass uns ins Gespräch kommen.
Kurzinfo zum Coachingansatz
In meinem systemischen Coaching geht es nicht um Lösungen von außen, sondern um das, was in dir bereits wirkt – und wieder wirken darf.
Ich arbeite ressourcenorientiert, achtsam und individuell.
Ob du gerade erschöpft bist, in einer Umbruchsituation steckst oder dich einfach wieder mehr mit dir selbst verbinden willst:
➡️ Coaching bietet dir den Raum, zurück in deine eigene Kraft zu finden.
Kontaktmöglichkeit / Erstgespräch vereinbaren
📅 Du kannst hier direkt einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch buchen:
👉 [Kalender-Link oder Kontaktformular einfügen]
Oder schreibe mir eine Nachricht mit deinem Anliegen:
✉️ [E-Mail-Adresse einfügen]
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen – und dich auf deinem Weg zurück zu deinen Ressourcen zu begleiten.
Klar. Menschlich. Und auf Augenhöhe.
Was mir selbst Kraft gibt – und warum das nie immer gleich ist
Ein persönlicher Impuls von Karolina Kläger
Wenn ich im Coaching mit Klient:innen über Ressourcen spreche, erlebe ich oft einen Moment des Zögerns.
Die Frage „Was gibt dir Kraft?“ klingt so einfach – und doch ist sie tief.
Denn Kraft ist nichts Statisches. Sie verändert sich, je nachdem, wo wir im Leben stehen.
Auch bei mir.
Manchmal ist es die Stille am Morgen.
Ein guter Kaffee, wenn noch niemand etwas von mir will.
Oder ein Spaziergang, bei dem ich mich nicht erklären muss – weder mir noch anderen.
Manchmal ist es ein Gespräch mit einer Freundin, bei dem ich nicht Coach oder Expertin bin – sondern einfach ich.
Und an anderen Tagen?
Ist es das Innehalten inmitten von Chaos.
Das Erinnern an eine Krise, die ich überstanden habe.
Oder ein Satz, der mich daran erinnert: „Du darfst weich sein – auch, wenn du stark wirkst.“
Was mir Kraft gibt, ist nicht immer gleich.
Und das ist okay. Denn wir sind lebendig.
Und Lebendigkeit bedeutet: Die Ressource von heute darf morgen eine andere sein.
Was ich über die Jahre gelernt habe – beruflich wie privat:
Wirkliche Stärke entsteht nicht aus Kontrolle, sondern aus Verbindung.
Mit mir selbst. Mit dem, was gerade da ist. Mit dem, was sich zeigen will.
Deshalb ist Coaching für mich kein „Wissensraum“, sondern ein Begegnungsraum.
Und ich begleite Menschen nicht nur mit Methoden – sondern mit Erfahrung, Haltung und dem ehrlichen Wunsch, dass sie sich nicht verbessern, sondern wieder in Verbindung mit sich selbst kommen dürfen.
Wenn du magst, begleite ich auch dich dabei.
Deine Ressource ist vielleicht schon da –
du brauchst sie nur wieder zu spüren.
Herzlich,
Karolina Kläger