Methodenvielfalt in der Heilpraktiker-Psychotherapie – was kommt wirklich zum Einsatz?

Wenn nicht nur die Methode, sondern der Mensch zählt


Warum Methodenvielfalt kein Selbstzweck ist

Psychotherapie ist kein Schema-F-Prozess. Jeder Mensch, der den Weg in eine Praxis findet, bringt seine ganz eigene Lebensgeschichte, innere Struktur und seelische Dynamik mit.
Deshalb ist es kein Zufall, dass viele Heilpraktiker:innen für Psychotherapie mit einem breiten Spektrum an Methoden arbeiten – nicht aus Beliebigkeit, sondern aus Respekt vor der Einzigartigkeit jedes Menschen.

Methodenvielfalt bedeutet nicht: möglichst viel machen.
Sondern: aus verschiedenen Werkzeugen das auswählen, was zur Situation, zur Persönlichkeit und zum Anliegen passt.


Die Rolle der therapeutischen Beziehung

Wissenschaftliche Studien belegen immer wieder: Nicht allein die Methode entscheidet über den Therapieerfolg, sondern die Qualität der therapeutischen Beziehung.
Das Vertrauen zwischen Klient:in und Therapeut:in, das Gefühl von Sicherheit, Zugewandtheit und echter Präsenz – all das ist die Basis dafür, dass jede Methode überhaupt wirken kann.

In der heilkundlichen Psychotherapie steht deshalb nicht die Technik im Vordergrund, sondern die Haltung, mit der gearbeitet wird:
achtsam, klar, professionell und zugleich menschlich.


Individuelle Themen brauchen individuelle Zugänge

Manche Klient:innen brauchen strukturierte, lösungsorientierte Interventionen.
Andere suchen vor allem Raum für Gefühl, Selbstwahrnehmung oder biografisches Verstehen.
Wieder andere sprechen besser über Bilder als über Worte – oder finden erst über den Körperzugang zu ihrem Erleben.

Deshalb ist Methodenvielfalt in der heilpraktischen Psychotherapie kein Marketingbegriff, sondern Ausdruck einer tiefen Überzeugung:

💬 „Nicht der Mensch muss zur Methode passen – die Methode muss zum Menschen passen.“

Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über bewährte Verfahren, systemische Werkzeuge und kreative Zugänge, die in der Praxis angewendet werden – immer mit dem Ziel: dir auf deine Weise neue Wege zu öffnen.

 

Was unterscheidet die Methodenwahl im Heilpraktiker-Kontext vom Kassensystem?

In der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland gibt es zwei grundlegend verschiedene Systeme:
Das kassenzugelassene System, das bestimmten gesetzlichen Vorgaben folgt – und das heilpraktische System, das methodisch freier arbeitet.
Diese Unterscheidung prägt nicht nur den Zugang zur Therapie, sondern auch die Art, wie Menschen begleitet werden können.


Freie Wahl vs. Richtlinienverfahren

Im Kassensystem dürfen nur bestimmte wissenschaftlich anerkannte Verfahren mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden – die sogenannten Richtlinienverfahren. Dazu gehören:

  • Verhaltenstherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Psychoanalyse
  • Systemische Therapie (seit 2020 unter bestimmten Voraussetzungen)

Diese Verfahren sind wirksam und gut erforscht – aber auch standardisiert, an feste Vorgaben gebunden und nicht für jede:n gleichermaßen passend.

Heilpraktiker:innen für Psychotherapie hingegen unterliegen nicht den Vorgaben der Kassen. Sie dürfen auch mit anderen, individuell bewährten Verfahren arbeiten, z. B.:

  • Gestalttherapie
  • Gesprächstherapie (nach Rogers)
  • imaginative Verfahren
  • Aufstellungsarbeit
  • kreative oder körperbezogene Methoden
  • achtsamkeitsbasierte Verfahren (z. B. ACT, Focusing)

Diese methodische Freiheit ermöglicht einen flexiblen, passgenauen und persönlichen Zugang zur therapeutischen Arbeit.


Möglichkeiten integrativer und kombinierter Ansätze

Ein besonderer Vorteil in der heilkundlichen Psychotherapie ist die Möglichkeit, verschiedene Methoden integrativ zu kombinieren.

So kann z. B. in einer Sitzung:

  • mit einer inneren Aufstellung begonnen,
  • über ein reflektierendes Gespräch vertieft und
  • durch eine ressourcenorientierte Übung abgeschlossen werden.

Die methodische Auswahl richtet sich dabei immer nach:

  • dem aktuellen Erleben der Klient:in
  • dem therapeutischen Ziel
  • dem Entwicklungsstand des Prozesses
  • und nicht zuletzt: dem, was sich im Moment wirklich stimmig anfühlt

Diese Dynamik ist im Kassensystem kaum möglich, weil dort die Anwendung oft auf ein klar definiertes Verfahren beschränkt ist.


Bedeutung der Passung: Klient:in – Thema – Methode

Im Zentrum aller Überlegungen steht die Frage:
👉 Welche Methode unterstützt diesen Menschen – in dieser Situation – auf seinem individuellen Weg?

Denn nicht jede Methode passt zu jedem Thema, und nicht jede Herangehensweise ist für jede Persönlichkeit geeignet.
Ein guter therapeutischer Prozess lebt davon, dass Methode, Haltung und Mensch zueinander passen.

Heilpraktiker:innen für Psychotherapie haben die Möglichkeit, diese Passung kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen, anstatt einem starren Schema zu folgen.

💬 „Die beste Methode ist die, die du spürst, verstehst – und die dich innerlich bewegt.“

 

Häufig eingesetzte psychotherapeutische Verfahren

In der heilpraktischen Psychotherapie steht nicht ein einziges Verfahren im Mittelpunkt – sondern die Vielfalt der Möglichkeiten.
Je nach Thema, Persönlichkeit und Prozessphase können ganz unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen.
Hier findest du einen Überblick über bewährte Ansätze, die in vielen Praxen von Heilpraktiker:innen für Psychotherapie genutzt werden.


Gesprächstherapie (nach Carl Rogers)

Die klientenzentrierte Gesprächstherapie gehört zu den klassischen humanistischen Verfahren.
Sie basiert auf der Grundannahme, dass jeder Mensch die Fähigkeit zur Selbstheilung und inneren Entwicklung in sich trägt – wenn er in einer wertschätzenden, empathischen und authentischen Beziehung begleitet wird.

Zentrale Wirkfaktoren:

  • aktives Zuhören
  • Spiegelung und empathisches Verstehen
  • bedingungsfreie positive Wertschätzung
  • Förderung von Selbstakzeptanz und Eigenverantwortung

Diese Methode ist besonders wirksam, wenn es darum geht, einen inneren Dialog zu eröffnen, Klarheit zu gewinnen und emotionale Entlastung zu erfahren.


Systemische Therapie und Beratung

Der systemische Ansatz sieht den Menschen nicht isoliert, sondern als Teil verschiedener sozialer Systeme – Familie, Partnerschaft, Beruf, Gesellschaft.

Typische Merkmale:

  • Der Blick richtet sich auf Beziehungsdynamiken, Muster und Wechselwirkungen
  • Probleme werden nicht als Störungen einzelner Personen, sondern als Folge unbewusster Systemregeln verstanden
  • Durch zirkuläre Fragen, Perspektivwechsel oder Aufstellungsarbeit werden neue Handlungsoptionen sichtbar

Systemisches Arbeiten eignet sich besonders gut für:

  • Entscheidungskonflikte
  • Beziehungsthemen
  • Familienprägungen
  • Rollenklärung
  • berufliche Herausforderungen

💬 „Nicht das Problem ist das Problem – sondern wie wir darüber sprechen.“


Verhaltenstherapeutische Elemente

Auch wenn Verhaltenstherapie im engeren Sinne zu den Richtlinienverfahren gehört, können Heilpraktiker:innen verhaltenstherapeutisch inspirierte Interventionen sinnvoll in ihre Arbeit integrieren.

Beispiele:

  • Psychoedukation (Verstehen psychischer Mechanismen)
  • Reizkonfrontation bei Ängsten
  • Reframing negativer Gedanken
  • Aufbau förderlicher Gewohnheiten
  • Umgang mit Stressoren und Triggern

Diese Elemente sind hilfreich, wenn Klient:innen Strukturen, Klarheit und konkrete Veränderungsimpulse brauchen – z. B. bei Ängsten, Grübelschleifen oder innerer Unruhe.


Tiefenpsychologische und gestaltorientierte Verfahren

Tiefenpsychologisch orientierte Verfahren gehen davon aus, dass aktuelle Konflikte oft unbewusste, biografische Wurzeln haben.
In der Arbeit werden innere Bilder, wiederkehrende Muster oder frühe Prägungen erkundet.

Gestaltorientierte Methoden ergänzen diesen Ansatz durch kreative, erfahrungsorientierte Zugänge – z. B.:

  • Innerer Dialog (Stuhlarbeit)
  • Arbeit mit Symbolen oder Metaphern
  • Darstellung innerer Konflikte im Raum

Diese Verfahren fördern besonders:

  • das emotionale Verstehen innerer Dynamiken
  • das Erleben statt nur Benennen von Themen
  • die Integration ungelöster Erfahrungen

Achtsamkeitsbasierte und ressourcenorientierte Arbeit

Immer mehr Heilpraktiker:innen integrieren auch achtsamkeitsbasierte Techniken in ihre Arbeit – besonders bei Erschöpfung, Stress, Ängsten oder depressiven Zuständen.

Dazu gehören:

  • Achtsamkeitsübungen zur Selbstwahrnehmung
  • Atemarbeit
  • Imaginationsreisen
  • Focusing
  • Innere Kind-Arbeit
  • Körperwahrnehmung und Embodiment

Ressourcenorientierung bedeutet, nicht nur auf das Problem zu schauen, sondern auch auf das, was bereits da ist und stärkt:
Stärken, Erfolge, unterstützende Beziehungen, innere Bilder, Rituale, biografische Kraftquellen.

🌱 „Die Lösung ist oft schon da – sie braucht nur wieder einen Platz im Bewusstsein.“

 

Systemische Werkzeuge und kreative Methoden in der Praxis

Die heilkundliche Psychotherapie bietet nicht nur Raum für Gespräche, sondern auch für erlebnisorientiertes Arbeiten mit inneren Bildern, Strukturen und Dynamiken.
Gerade im systemischen Ansatz finden sich viele kreative, visuelle und körperbezogene Methoden, die Denk- und Fühlmuster sichtbar machen – und dadurch echte Veränderung ermöglichen.


Aufstellungen im Einzelsetting (Bodenanker, Symbolarbeit)

Systemische Aufstellungen sind längst nicht mehr nur Gruppenformate. Im Einzelsetting lassen sich mit:

  • Bodenankern (Karten, Tücher, Papierblätter)
  • Symbolen (Figuren, Steine, Holzobjekte)
  • oder Stühlen im Raum

innere Themen sehr konkret und anschaulich darstellen.

Anwendungsfelder:

  • innere Konflikte sichtbar machen
  • Entscheidungssituationen klären
  • Beziehungssysteme (Familie, Arbeit) betrachten
  • Loyalitäten, Blockaden oder Rollenverteilungen erkennen

Durch das räumliche Erleben entsteht oft eine emotionale Klarheit, die im Gespräch allein schwer zugänglich wäre.


Arbeit mit inneren Anteilen (z. B. Inneres Team)

Menschen bestehen nicht aus „einem Ich“, sondern aus verschiedenen inneren Anteilen, die sich je nach Situation melden – wie in einem Team mit vielen Stimmen.
Beispiele:

  • der Antreiber
  • die Ängstliche
  • der Skeptiker
  • die Mutige
  • das innere Kind

Im Coaching oder in der Therapie können diese Anteile:

  • identifiziert
  • in Beziehung zueinander gesetzt
  • gewürdigt
  • und (neu) integriert werden

Ziel ist es, Selbstklärung zu ermöglichen – statt innerlich zerrissen zu sein, entsteht ein inneres Zusammenspiel, das tragfähig ist.


Imaginative Techniken, Visualisierung, Körperbezug

Nicht alles muss kognitiv verstanden werden – manches darf erspürt, gesehen oder innerlich erlebt werden.
Imaginative Verfahren nutzen innere Bilder, Sinneseindrücke und Körperempfindungen, um Zugänge zu unbewussten Ebenen zu schaffen.

Beispiele:

  • Innerer sicherer Ort
  • Ressourcenreise
  • Begegnung mit inneren Bildern oder Symbolen
  • Embodiment: „Wo im Körper spüre ich das?“
  • Visualisierung zukünftiger Schritte

Diese Methoden fördern Selbstkontakt, emotionale Integration und somatische Selbstregulation – besonders hilfreich bei Ängsten, Überforderung und Erschöpfung.


Arbeit mit biografischen Ressourcen und Lebenslinien

Nicht alle Antworten liegen in der Kindheit – aber viele Prägungen tun es.
In der biografischen Arbeit geht es nicht um Analyse, sondern um:

  • Verstehen der eigenen Entwicklung
  • Würdigung vergangener Erfahrungen
  • Sichtbarmachen von Mustern und Wendepunkten
  • Stärkung dessen, was überlebt, getragen oder gewachsen ist

Methoden:

  • Lebenslinien zeichnen
  • Schlüsselmomente rekonstruieren
  • Ressourcen aus früheren Erfahrungen bewusst machen

💬 „Ich war damals schon stärker, als ich dachte.“ – ist ein Satz, der oft aus dieser Arbeit hervorgeht.


Symbolarbeit, kreative Medien, Karten, Skulpturen

Nicht jeder Mensch denkt in Worten – viele fühlen, erinnern oder begreifen besser über Bilder, Formen und Objekte.
Daher nutzen viele Heilpraktiker:innen für Psychotherapie kreative Elemente, um innere Themen zu externalisieren:

  • Symbolkarten (z. B. für Emotionen, Ressourcen, Rollen)
  • Metaphern (z. B. inneres Haus, Lebensbaum, inneres Wetter)
  • Skulpturen (z. B. mit Figuren oder Materialien zur Systemdarstellung)
  • Zeichnungen, Farben, Schreibimpulse

Diese Arbeit aktiviert das intuitive Verstehen – jenseits von rein rationaler Reflexion.

🌱 Kreative Methoden sprechen eine Sprache, die das Innere oft besser versteht als das Denken.

 

Wie die Methode zur Klient:in findet – nicht umgekehrt

Methodenvielfalt ist nur dann hilfreich, wenn sie sinnvoll angewendet wird.
Gute therapeutische Arbeit bedeutet nicht, möglichst viele Techniken zu verwenden – sondern die passende Methode für den passenden Menschen im passenden Moment zu wählen.
Im Zentrum steht dabei immer die Frage:
👉 Was unterstützt diesen Menschen auf seinem individuellen Weg?


Was im Erstgespräch sichtbar wird

Bereits im Erstgespräch zeigt sich oft viel mehr als nur „das Anliegen“.
Therapeut:innen achten dabei auf:

  • die Sprache und Ausdrucksweise der Klient:in
  • Körpersprache, Emotionalität, Tempo
  • den Umgang mit Ambivalenz, Unsicherheit oder Selbstreflexion
  • Ressourcen und Blockaden im Kontakt
  • biografische Hinweise, bisherige Erfahrungen mit Therapie oder Beratung

Aus diesen Eindrücken entsteht ein erstes Gefühl für mögliche methodische Zugänge.
Gleichzeitig wird gemeinsam geklärt:

  • Was wünscht sich die Klient:in?
  • Wie soll gearbeitet werden – eher strukturiert oder offen?
  • Welche bisherigen Erfahrungen waren hilfreich oder hinderlich?

💬 Das Ziel ist nicht, die „richtige Methode“ zu finden – sondern einen stimmigen Einstieg in den Prozess.


Die Kunst der methodischen Feinabstimmung

Während der Therapiephase zeigt sich oft, dass nicht eine Methode dauerhaft trägt, sondern dass sich Bedürfnisse, Themen und innere Zugänge im Verlauf verändern.
Deshalb ist es wichtig, flexibel und feinfühlig anzupassen, z. B.:

  • Nach einem kognitiven Einstieg kann ein emotionaler Zugang helfen
  • Nach starker Erschöpfung kann erst Stabilisierung und später Aufarbeitung stattfinden
  • Wenn Sprache nicht reicht, können Bilder, Körperarbeit oder Symbole wirksam werden

Diese methodische Feinabstimmung basiert auf Erfahrung, Intuition – und vor allem auf dem kontinuierlichen Dialog mit der Klient:in.


Flexibilität und professionelle Haltung als Qualitätsmerkmal

Nicht jede:r Therapeut:in passt zu jeder Methode – und nicht jede Methode passt zu jeder Situation.
Darum ist methodische Offenheit gepaart mit professioneller Selbstreflexion ein zentrales Qualitätsmerkmal in der heilpraktischen Psychotherapie.

Gute Therapeut:innen erkennen:

  • wann ein Werkzeug hilfreich ist – und wann nicht
  • wann es Raum braucht – und wann Struktur
  • wann es sinnvoll ist, eine Methode zu wechseln oder bewusst zu pausieren

🌱 Die Methode ist nie das Ziel. Sie ist ein Mittel, um Entwicklung zu ermöglichen – im Takt, im Tempo und in der Tiefe, die für die Klient:in stimmig ist.

 

Worauf du achten darfst: Fragen zur Methode im Gespräch

Wenn du dich für eine psychotherapeutische Begleitung interessierst, darfst (und sollst) du offene Fragen zur Arbeitsweise und Methode stellen.
Nicht jede:r kennt sich mit Fachbegriffen aus – aber jede:r hat das Recht, zu verstehen, wie gearbeitet wird, warum, und ob es zu dir passt.
Transparenz ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität.


Welche Verfahren werden angeboten?

Eine der wichtigsten Fragen gleich zu Beginn:
👉 Mit welchen Methoden arbeiten Sie?

Gute Therapeut:innen erklären dir in verständlicher Sprache:

  • welche Verfahren sie anbieten
  • welche Grundhaltung dahintersteht
  • wie eine typische Sitzung aussehen kann
  • und bei welchen Themen bestimmte Methoden bevorzugt eingesetzt werden

Du musst die Fachbegriffe nicht kennen – aber du darfst jederzeit fragen:
🗣 „Was bedeutet das konkret in meiner Situation?“


Wie wird methodisch entschieden?

Die nächste wichtige Frage ist:
👉 Wie wird entschieden, welche Methode wann zum Einsatz kommt?

Hier lohnt es sich, auf folgende Punkte zu achten:

  • Wird die Methode gemeinsam mit dir abgestimmt?
  • Gibt es Raum für Mitgestaltung und Rückmeldung?
  • Wird im Verlauf reflektiert, ob der Ansatz für dich noch passt?

Gute Therapeut:innen treffen methodische Entscheidungen nicht aus Gewohnheit oder persönlicher Vorliebe, sondern auf Basis deines Anliegens, deiner Entwicklung – und in Abstimmung mit dir.


Ist Anpassung im Prozess möglich?

Ein seriöser psychotherapeutischer Prozess ist niemals statisch.
Deshalb darfst du auch fragen:
👉 Kann sich der methodische Ansatz im Laufe der Zeit verändern?

  • Was, wenn du merkst, dass dir ein anderer Zugang besser tut?
  • Was, wenn sich dein Thema verändert?
  • Was, wenn du nach einer Phase der Stabilisierung tiefer einsteigen möchtest – oder umgekehrt?

Therapeutische Flexibilität ist ein Zeichen dafür, dass du als Mensch im Mittelpunkt stehst – nicht die Methode.


Was passt zu meinem Anliegen, meiner Persönlichkeit?

Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen – und das ist völlig in Ordnung.

Überlege für dich:

  • Fühle ich mich eher analytisch oder intuitiv?
  • Möchte ich reden, erleben, spüren, strukturieren – oder von allem ein bisschen?
  • Was brauche ich im Moment: Halt, Bewegung, Klarheit, Verständnis, Entlastung?

Sprich das offen an. Du musst nicht „wissen, was du brauchst“ – aber du darfst mitteilen, was sich stimmig oder unstimmig anfühlt.

💬 „Ich weiß nicht, ob das zu mir passt – dürfen wir das gemeinsam herausfinden?“
Diese Frage ist nicht nur erlaubt – sie ist therapeutisch wertvoll.

 

Fazit: Methoden sind Werkzeuge – Beziehung ist der Raum, in dem sie wirken


Warum Methodenvielfalt Freiheit bedeutet

Methodenvielfalt ist kein beliebiges „Baukastensystem“, sondern eine Einladung zu echter therapeutischer Freiheit.
In der heilpraktischen Psychotherapie entsteht dadurch ein Rahmen, in dem nicht das Verfahren im Mittelpunkt steht – sondern du als Mensch mit deiner Geschichte, deinem Tempo und deinem Erleben.

Freiheit bedeutet:

  • wählen zu dürfen, was passt
  • wechseln zu können, wenn sich etwas verändert
  • wachsen zu dürfen – über standardisierte Formate hinaus

Diese Freiheit ist heilsam – weil sie nicht nur den Verstand anspricht, sondern auch Körper, Gefühl und Intuition.


Keine Methode für alle – sondern viele Wege zum Ziel

Es gibt nicht die eine Methode, die für alle wirkt.
Es gibt nur individuelle Wege, auf denen Menschen sich selbst begegnen, innere Klarheit finden und Veränderung zulassen.

Was für eine Person hilfreich ist, kann für eine andere überfordernd oder wirkungslos sein.
Deshalb braucht gute psychotherapeutische Begleitung keine starre Vorgabe, sondern Feinfühligkeit, Erfahrung und echtes Zuhören.

💬 Manchmal bringt eine kleine symbolische Aufstellung mehr Erkenntnis als zehn strukturierte Sitzungen.
Und manchmal ist es genau umgekehrt.


Vertrauen in den Prozess – nicht nur in die Technik

Am Ende ist jede Methode nur ein Werkzeug.
Entscheidend ist der Raum, in dem sie eingesetzt wird:

  • ein Raum von Vertrauen und Präsenz,
  • von achtsamer Begleitung,
  • von Respekt vor deiner inneren Welt.

Heilpraktiker:innen für Psychotherapie schaffen diesen Raum durch ihre Haltung, ihre Erfahrung und ihre Fähigkeit, sich nicht hinter Methoden zu verstecken, sondern sie verantwortungsvoll einzusetzen.

Vertrau nicht nur auf die Technik – vertrau auf den Prozess. Und vor allem:
👉 Vertrau dir selbst – und deiner Bereitschaft, dich auf Veränderung einzulassen.

 

Möchtest du herausfinden, was zu dir passt?


Einladung zum persönlichen Erstgespräch

Vielleicht spürst du gerade, dass du dich auf den Weg machen möchtest.
Vielleicht ist etwas in dir in Bewegung – eine Frage, ein Wunsch, eine Unruhe, die gehört werden will.

Wenn du dir Unterstützung wünschst, aber (noch) nicht weißt, welcher methodische Weg der richtige ist, dann bist du herzlich eingeladen zu einem unverbindlichen Erstgespräch.

Dort geht es nicht darum, alles zu wissen – sondern darum, herauszufinden, was für dich stimmig ist.


Möglichkeit zur methodenoffenen Orientierung

Im Erstgespräch bekommst du Raum, deine Situation zu schildern – ganz in deinem Tempo.
Gemeinsam klären wir:

  • Was dich im Moment beschäftigt
  • Welche Ziele, Fragen oder Wünsche du mitbringst
  • Welche Methoden oder Zugänge sich anbieten könnten
  • Wie eine mögliche Zusammenarbeit aussehen kann

Du bekommst eine erste Orientierung – ohne dich festlegen zu müssen.

Denn manchmal ist es genau das, was fehlt:
🗝️ Ein klarer, achtsamer Raum, in dem du dich ausprobieren darfst – und in dem du nicht in ein System passen musst.


Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung

📅 Wenn du den ersten Schritt gehen möchtest, freue ich mich auf deine Nachricht.

Du erreichst mich über:

  • 📧 E-Mail: [E-Mail-Adresse hier einfügen]
  • 📞 Telefon: [Telefonnummer hier einfügen]
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  • 📆 Online-Terminbuchung (falls vorhanden): [Link einfügen]

💬 Veränderung beginnt nicht mit der richtigen Methode –
sondern mit dem Mut, dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.

Ich freue mich darauf, dich dabei zu begleiten.

Herzlich,
Karolina Kläger